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Organic Hevea Naturkautschuk
1. Warum Organic Hevea Naturkautschuk?
2. Naturlatex
3. Hevea-Naturkautschuk
4. Hevea Brasiliensis
5. Hevea-Milch
6. Verarbeitung
7. Warnhinweis
8. Achtung
9. Garantie
1. Warum Organic Hevea Naturkautschuk?
 
Ein idealer Matratzenkern ist theoretisch extrem dehnbar und nicht verformbar. Federkernmatratzen und Wasserbetten lassen sich entweder weniger punktelastisch eindrücken oder sacken durch, wo mehr Gewicht aufliegt.
Seit über 20 Jahren habe ich mit der Produktion von Latexschaumgummimatratzen zu tun. Diese sind bereits dehnbarer als andere Matratzen, aber die Dehnung wurde durch die Menge Naturkautschuk bestimmt, die in der Polymermischung verarbeitet war. Ideal wäre eigentlich ein Matratzenkern gewesen, der ausschließlich aus Hevea-Naturkautschuk bestand, aber weil es weder in Europa noch in Nordamerika frische Heveamilch gab, war das unmöglich oder schlecht zu realisieren.
Die Schaummatratzen, die wir kannten, waren aus Polyurethan oder dem synthetischen Polymer SBR-Latex (SBR = Styrene Butadien Rubber; dt.: Styrol-Butadien-Gummi). Styrol und Butadien wurden mithilfe komplizierter Prozesse aus Erdöl gewonnen. Die synthetischen Latexmatratzen, die wir damals kannten, wurden bereits mit Naturkautschuk angereichert, um die Dehnbarkeit zu erhöhen. Dieser Naturkautschuk wurde mit viel Ammoniak gemischt in flüssigem Zustand in großen Frachtschiffen aus dem tropischen Asien oder Afrika angeliefert. Schwierig war, dass man niemals dieselbe Qualität erhielt. Das ist so ungefähr, als in Kalifornien mit einer willkürlichen Traubenmischung aus Frankreich immer ein und denselben Wein zu machen.
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2. Naturlatex
  
Wir konnten in Europa so genannte „Naturlatex“-Matratzen machen, aber die Zusammenstellung musste jeweils angepasst werden. Die Polymermischung aus synthetischem SBR-Latex und Naturkautschuk musste durch andere Stoffe ergänzt werden, um ein vor allem bei Abmessung und Härte immer gleiches Endprodukt zu erhalten. Häufig war das beste Verhältnis zwischen den Polymeren oder Kautschukmassen 80 % Naturkautschuk und 20 % SBR-Kautschuk, aber durch die Zugabe von korrigierenden Füllstoffen und vulkanisierenden Stoffen bestand das Endprodukt nur zu etwa 60 % aus Naturkautschuk. Eine Matratze aus 80 % Naturkautschuk enthielt also nur 60 % Naturkautschuk! Das war alles andere als ideal.
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3. Hevea-Naturkautschuk

Ideal ist eine Matratze, die aus mehr als 90 % Hevea-Naturkautschuk besteht und perfekt isotropisch (in alle Richtungen gleich) dehnbar ist. Dieses Produkt atmet darüber hinaus hervorragend und ist nicht temperaturempfindlich. Dadurch fühlt sie sich niemals klamm und erwärmend an. Andere Produkte, in denen sehr viel Hevea-Naturkautschuk verwendet wird, sind Kondome, Flugzeug- und Formel-1-Reifen, Ballons für Wetterstationen – kurz alles, was extrem dehnbar und stabil sein muss.
Um diesen Matratzenkern aus 100 % Hevea-Naturkautschuk herzustellen, war frischer Hevea-Milchsaft von konstanter Qualität erforderlich sowie ein innovatives technisches Know-how. Also musste er im Ursprungsland der Hevea-Milch selbst gemacht werden. Aber was ist nun diese Hevea-Milch und wo findet man die beste, um daraus Matratzenkerne zu machen?
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4. Hevea Brasiliensis
  
HEVEA BRASILIENSIS lautet die lateinische Bezeichnung des Gummibaums. Wie der Name bereits vermuten lässt, entdeckte ihn der französische Entdeckungsreisende Charles Marie de la Condamine (1701–1775) 1736 im Amazonasgebiet und brachte ihn als Kuriosität mit.
Überall auf der Welt gibt es Bäume, die bei Verletzungen oder Beschädigungen durch Insekten eine Flüssigkeit ausscheiden, die durch Gerinnung verhindert, dass Schimmel oder Bakterien eindringen.
Wie Harz bei einer Tanne oder Ahornsirup fließt aus dem Hevea Brasiliensis oder Gummibaum ein Milchsaft, auch Latex genannt, der sich zu einer gummiartigen Mischung verhärtet. Ein englischer Apotheker entdeckte, dass damit Bleistiftschrift ausradiert werden konnte. Vom englischen „to rub“ (reiben) hat das Produkt übrigens seine englische Bezeichnung „rubber“ für Kautschuk oder Gummi. Dieser Kautschuk hat insbesondere elastische und gegen Wasser abdichtende Eigenschaften.
1839 wurde entdeckt, dass Kautschuk und Schwefel bei Erhitzung – der Vulkanisierung – zu einem Gummi führen, der bei Temperaturen von 0 bis 100° C stark und stabil bleibt.
Seitdem wird das Produkt verwendet, um Textilien wasserdicht zu machen, für Fahrrad- und Autoreifen, Kaugummi, Farben, ... und für Kondome.
Kautschuk wurde ein wirklich wichtiges Industrieprodukt. Der Bedarf an Gummi wurde so groß, das auch in anderen Gegenden der Welt Plantagen angelegt wurden. Insbesondere die Engländer schickten junge Pflänzchen in ihre Kolonien in tropischen asiatischen Ländern wie Sri Lanka oder Singapur. Die Portugiesen legten hauptsächlich in Zentralafrika Plantagen an. Der Baum gedeiht tatsächlich nur in einem sehr feuchtwarmen Klima. Um den Milchsaft zu gewinnen, schneidet man die Rinde des Baums ein. Hierdurch werden die Latexgefäße durchschnitten und der Saft fließt nach außen. Unter der Wunde wird ein Töpfchen befestigt, in dem der auslaufende Milchsaft aufgefangen wird. Diese Milch kann man koagulieren (gerinnen) lassen oder durch Zugabe eines Tröpfchens Ammoniak flüssig halten. Koagulierter Gummi wird getrocknet und gepresst, um Sohlen für Schuhe und Stiefel oder Dämm- und Baumaterial daraus zu machen. Für Matratzen ist flüssiger Latex erforderlich. Für Green Sleep wird er in Nordmalaysia von selbständigen Bauern gekauft, die diese in Zusammenarbeit mit dem nationalen Kautschukinstitut in Kuala Lumpur ausgewählten Bäume bereits seit Jahren anpflanzen. Wie bei Äpfeln, Birnen oder Wein wird auf dem Steckling ein Reis von der Mutter aufgepfropft, um immer denselben Baum zu erhalten. Nach einem langwierigen Auswahlprozess bekommen wir inzwischen seit langem den geeigneten Hevea-Milchsaft, um jederzeit identische Matratzenkerne in den verschiedenen Härtegraden fertigen zu können.
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5. Hevea-Milch
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In den Plantagen, aus denen unser Milchsaft kommt, werden keine Dünger, Pestizide oder Insektizide eingesetzt. Das Unterholz wird nötigenfalls per Hand gerodet. An bestimmten Orten grasen Schafe und Ziegen das Unterholz ab. Zusätzlich zu unserem QUL-Zertifikat (QUL = Qualitätsverband Umweltfreundliche Latexmatratzen) des eco-Umweltinstituts in Köln, Deutschland, wurden die Plantagen auf ihre Arbeitsbedingungen und ihre Umweltfreundlichkeit geprüft. Die Erzeugung des Hevea-Milchsafts erfolgt also vollständig ORGANISCH.
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Das Abzapfen der Hevea-Milch ist heute hauptsächlich eine Frauenarbeit geworden. Häufig ist es das zweite Einkommen einer Familie. Die Preise werden täglich genossenschaftlich festgelegt.
Derzeit liegt der Preis für Kautschuk und insbesondere für Hevea-Milchsaft sehr hoch. Neben dem steigenden Weltmarktpreis aufgrund der wachsenden Nachfrage besteht der Preis hauptsächlich aus den Tagelöhnen. Stellen Sie sich vor, dass etwa 40 Stunden Arbeit erforderlich sind, um ausreichend Hevea-Milch für eine unserer Matratzen zu sammeln.
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6 . Verarbeitung
Frische, einheitliche Hevea-Milch wird auf der Grundlage eines ISO-2004-Zertifikats zentrifugiert geliefert. Die festen Bestandteile werden vom Wasser getrennt. Diese festen Bestandteile werden mithilfe eines komplizierten computergesteuerten Programms mit Luft und einem Minimum von + 5 % vulkanisierenden und anderen Stoffen vermischt, zum Beispiel Schwefel, Zinkoxid, Beschleuniger und Antioxidanten. Kein einziger dieser zugefügten Stoffe ist toxisch! Zu diesem Thema verweise ich auf die Tests und Zertifikate, die Sie an anderer Stelle auf dieser Webseite finden.
Es werden also auch keine Füllstoffe hinzugefügt.
Die Mischung wird in Aluminiumformen injiziert, wobei die Stifte die Wärme von 90 ° in die Masse bringen.
Nach etwa 90 Minuten des Dämpfens wird jetzt der vulkanisierte Matratzenkern aus der Form genommen und nachgewaschen. Dieses Nachwaschen erfolgt für Green Sleep sehr intensiv. Die 15 cm starken Kerne werden bis zu sieben Mal besprüht und bis auf 1 cm zusammengepresst. In einer Zentrifuge wird nochmals nachgewaschen, so dass alle Seifenreste und alle Gerüche verschwinden. Das bei diesem Prozess austretende Wasser muss unbedingt völlig frei von Bakterien sein. Nach dem Trocknen wird der ORGANIC-HEVEA-Matratzenkern auf seine Härte kontrolliert und mit Herkunfts- und Produktionsdaten versehen. Darüber hinaus erhält jeder Matratzenkern ein Zertifikat und eine Nummer, die seine kontrollierte Herkunftsbezeichnung bestätigen. So kann das Produkt vollständig zurückverfolgt werden! Diese Matratzenkerne werden in die Green-Sleep-Fabriken in Europa und in Kanada geschickt, wo sie weiter bearbeitet werden. Dieser Produktionsprozess sorgt für die besten Matratzenkerne, die bis heute hergestellt werden können. Was die Ökologie angeht, sind die Plantagen und eventuelle Unterkulturen völlig umweltfreundlich. Bei der Herstellung des Matratzenkerns selbst ist nur ein Bruchteil der Energie nötig, der für andere Matratzenkerne erforderlich ist.
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7. Warnhinweis
Das einzige Problem kann die so genannte Latexallergie sein, an der 1 % Eiweiß schuld ist, das in Hevea-Milch enthalten ist.
Nur ein absoluter Bruchteil der Bevölkerung leidet unter dieser Latexallergie. Meist kommt diese Allergie bei Menschen vor, die als Kind keine Muttermilch oder kein einziges Milchprodukt vertragen haben.
Bei einer Latexallergie zeigen sich nach Kontakt sogar mit einem bezogenen Matratzenkern innerhalb von wenigen Stunden rote Flecke und man bekommt Atemnot. Wenn das geschehen sollte, nehmen wir die Matratze über den lokalen Händler zurück und erstatten den bezahlten Kaufpreis. Pro Jahr müssen wir bei 15.000 Matratzen etwa 4 Stück zurücknehmen. Das Problem tritt also sehr selten auf. Möchten Sie mehr hierüber wissen, dann lesen Sie bitte „Latex allergy, implications for patients and health care workers“.
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8. Achtung!
An verschiedenen Orten in Ländern der Dritten Welt werden Matratzen aus 100 % Naturlatex handwerklich hergestellt, häufig für den lokalen Markt. Das Produkt hat meist eine Struktur ähnlich einer Brotkrume oder ist viel zu hart. Die Haltbarkeit und die hygienischen Umstände, unter denen diese Produkte gefertigt werden, sind für den Gebrauch in westlichen Ländern nicht akzeptabel. Insbesondere ist das Spülwasser häufig bakteriologisch schwer verunreinigt. Diesen Produkten begegnen wir regelmäßig auf westlichen Märkten. Sie werden meist zu Dumpingpreisen „direkt ab Werk“ von Briefkastenfirmen verkauft. Diese Produkte schädigen den Ruf der Naturprodukte!
Fragen Sie deshalb stets nach Zertifikaten über die Zusammensetzung, Herkunftsattesten und dem QUL-Kennzeichen!
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9. Garantie
Jeder Organic-Hevea-Matratzenkern von Green Sleep erhält bei normalem Gebrauch eine zehnjährige Garantie. Jede Matratze wird mit Herkunftszertifikat und Gebrauchsanleitung geliefert. Vergessen Sie nicht, dass jede Matratze durch Schweiß versauert und sich je nach Ihrem Körpergewicht nach einer gewissen Zeit verformt. Lassen Sie Ihre Matratze deshalb nach etwa acht Jahren von einem Green-Sleep-Berater nachsehen.
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