Lineare und Laterale Unterstützung

1. Lineire Unterstützung
2. Laterale Unterstützung


1. Lineare Unterstützung

Linear ist die Unterstützung, die dafür sorgt, dass der Körper nicht durchsackt in einer zu stark durchhängenden oder nicht verformten Matratze, oder dass er nicht oben auf einer zu harten Matratze liegenbleibt. In der Seitenlage muss der Rücken von den Halswirbeln bis zum Kreuzbein eine gerade Linie bilden. In Seiten- und Bauchlage muss die Wirbelsäule vom Hals bis zum Kreuzbein ihre natürlich gebogene Form behalten, ebenso wie beim aufrecht stehen. Oberschenkel und Knie müssen etwas tiefer in der Matratze liegen, so dass sie keinen zu großen Druck auf die untere Rückenpartie ausüben. Bei Rückenschläfern muss die Wirbelsäule vom Hals bis zum Kreuzbein ihre natürlich gebogene Form behalten. Wichtig ist, dass die Lenden ausreichend unterstützt werden. In allen Liegestellungen ist also eine orthopädisch geeignete Unterstützung erforderlich. Die Stellung der Wirbelsäule darf in der Nacht die hormonalen Durchströmungen keinesfalls behindern. Hierbei verweise ich auf die Kraniosakraltherapien.

Zugleich müssen sich die Rückenwirbel in der Nacht wieder so ausrichten können, dass die Bandscheiben sich optimal regenerieren. Außerdem müssen die Hals- und Rückenmuskeln, die am Tag aufgrund einer verkehrten Sitzhaltung häufig bereits verspannt sind, sich entspannen können. Der menschliche Körper ist kein Brett. Unsere Schultern sind normalerweise breiter als unsere Hüfte, aber an der Hüfte haben wir mehr Gewicht als an der Schulter.

Es ist klar, dass deshalb das ideale Bett für jemanden, der vor allem auf der Seite schläft, im Schulterbereich weicher ist und an der Hüfte fester. Harte Matratzen sind eine Katastrophe für die Unterstützung des Körpers. Man verkrampft darauf völlig.

„Kleine Geschichte über zu harte Matratzen“

Das Doppelbett ist eine Erfindung des Teufels, der neidisch war auf die Segnungen der Ehe.
Marie Stopes
Sleep, Chatto and Windus, London 1956


Sogar die Schultern leichter Personen müssen einsinken können, so dass ein eventuelles Kopfkissen das Gewicht der Schultern nicht über den Hals tragen muss.
Orthopädische Kissen auf zu harten Betten verlagern das Problem von den Schultern zum Hals. Die Halsmuskeln werden überbelastet und der Druck auf den Kopf ist zu groß. Insbesondere bei Menschen mit empfindlichem Rücken muss die Matratze zulassen, dass der Matratzenbereich zwischen der Oberseite der Schultern und den Lenden eingedrückt werden kann. Das bedeutet, dass die Matratze ungeachtet des Gewichts die Schulter um sechs bis neun Zentimeter einsinken lassen muss, während die Hüfte weniger tief einsinken darf, obwohl sie schwerer ist. Vor allem bei Menschen, die an Schmerzen im unteren Rückenbereich leiden, oder bei Patienten mit Bandscheibenvorfall, darf kein Druck auf die untersten Bandscheiben ausgeübt werden. Deshalb muss die Matratze für eine gute lineare Unterstützung sehr elastisch sein, ohne sich zu verformen. Sie hat auch einen weicheren Schulterbereich, einen etwas härteren Hüftbereich und eventuell einen weicheren Kniebereich. Der Rahmen, auf dem sie liegt, muss zusätzlich dieselbe Unterstützung und dasselbe Einsinken zulassen. Das ideale Bett ist so groß wie möglich, so dass Sie sich in Länge und Breite optimal ausstrecken können. Sie müssen sich so lang und breit wie möglich machen können, ohne dass Sie ein Kopf- oder Fußteil oder Ihr Partner daran hindert. Bei einem Seiten-/Bauchschläfer und einem Bauchschläfer ist das Bett mindestens 30 cm und optimal 50 cm länger als dessen Körpergröße! Es muss möglich sein, die Wirbelsäule auf der Matratze maximal zu strecken und den Körper sich ausbreiten zu lassen. Das sorgt wiederum für eine optimale laterale Unterstützung.

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2. Laterale Unterstützung

Neben einer perfekten Unterstützung ist eine optimal Druck senkende Kontaktfläche zwischen Körper und Matratze das Geheimnis des idealen Bettes.
Je mehr Kontakt zwischen Körper und Matratze besteht, desto weniger Druck wird pro Quadratzentimeter Haut registriert. Je mehr Kontakt, desto später wird ein unbewusster Befehl zum Drehen gegeben und desto weniger treten größere Anspannungen der Skelettmuskulatur auf, die den Tiefschlaf oder den REM-Schlaf unterbrechen können. Schließlich beschränkt es dramatisch die Schlafqualität, wenn wir durch einen internen Schmerzimpuls aufgrund von Überdruck oder durch erschwertes Drehen wach werden. So lange wie möglich in derselben Stellung liegen zu bleiben, ohne Druckschäden davonzutragen, gibt den Muskeln mehr Zeit sich zu entsäuern. Verminderter Druck fördert außerdem die Durchblutung in den Gliedmaßen. Mehr Kontaktfläche bedeutet auch, dass die Matratze perfekt durchlüftet sein muss. Die Haut, die mit der Matratze in Berührung kommt, muss auch ausatmen können, und der reinigende Schweiß muss absorbiert werden können, ohne dass sich die Matratze feucht anfühlt. Eine ideale laterale (seitliche) Unterstützung erhalten wir also beim Einschlafen, wenn wir unserem Körper eine maximale Kontaktfläche bieten und ihn sich auf der Matratze ausbreiten lassen. Hierbei sind also auch das Ausstrecken und eine maximale Abmessung der Matratze von großer Bedeutung.

Wie Sie aus Ihrer bevorzugten Liegestellung eine bessere Gleichgewichtshaltung machen können, um sich nicht zu schnell drehen zu müssen, kann Ihnen eine Rückenschule raten. Auf jeden Fall sollten Sie sich beim Einschlafen so entspannt wie möglich und mit so viel Kontaktfläche wie möglich hinlegen. Das ideale Bett kann Ihnen dabei viel helfen.

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